Theaterabende waren sehr unterhaltsam

Obwohl der Heimat- und Verschönerungsverein Schwollen e. V. zum ersten Mal drei statt der bisherigen zwei Theaterabende ausrichtete, waren alle Veranstaltungen nahezu ausverkauft. Über die positive Resonanz freuen sich sowohl der Veranstalter als auch die Schauspieler, die das Stück mit viel Einsatz und Ideenreichtum eingeübt und den Zuschauern mit ebenso viel Hingabe dargeboten haben.

Obwohl der Dreiakter dieses Mal länger war als üblich, zeigte sich erneut Elke Derns Geschick eine Story zu schreiben, die es in sich hat und bei der vor allem die persönliche Note für ihr Heimatdorf nicht zu kurz kommt.

Sie selbst spielte die herrische Ehefrau und Lottostelleninhaberin Hildegunde Vögler mit gewohnter Bravour. Christoph Hüther, der schon bei den Aufführungen der letzten Jahre in den verschiedensten Rollen immer ein gutes Bild abgegeben hatte, übertraf sich diesmal eindeutig selbst. Als eingeschüchterter Ehemann Giesbert überzeugte er auf ganzer Linie und schaffte es, sich im Laufe des Stücks in einen „ordentlichen Kerl“ zu verwandeln. Und genau das war doch der sehnlichste Wunsch von seinem besten Kumpel Rudi, der wundervoll glaubhaft von David Nick verkörpert wurde. Elisa Maier und Silvia Kaster brillierten als Hildegundes Freundinnen, die jederzeit für den neuesten Klatsch und Tratsch zu haben waren. Tobias Stieh wurde seiner Rolle als weitaus zu charmanter Versicherungsvertreter ebenso gerecht wie Martin Hahnefeld als überdrehter Finanzbeamter. In den Genuss von Hahnefelds famosen Grimassen kamen hoffentlich nicht nur die ersten Reihen des Publikums. Wolfgang Molitor half dem regelmäßig gedemütigtem Giesbert mit gekonnt amerikanischem Slang als Strong Personal Trainer auf die Sprünge, wobei er von Corina Diederich als sexy Mademoiselle Mirabelle hervorragend unterstützt wurde. Natürlich durfte die wichtige Dame aus der Politik nicht fehlen. Diese wurde von einer überempfindlichen Assistentin angekündigt, die ausgezeichnet von Michaela Krakow dargestellt wurde. Als Bodyguards machten Andreas Kaster und Marco Bauer eine gute Figur. Sie hielten schließlich unserer hochgeschätzten Bundeskanzlerin Angela Merkel den Rücken frei – fantastisch imitiert von Tina Schmidt. Last but not least darf auch der kurze Auftritt von Max Ritter nicht unerwähnt bleiben. Gut gemacht! 

Die Theatergruppe wurde bestens unterstützt von den Helfern vor und hinter der Bühne – ganz besonders aber von Martin Theiß als Souffleur sowie von Manuel Müller und Dominik Matt an der Technik.
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